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Nach den Bestimmungen des Tierschutzgesetzes ist die Tötung eines Tieres ohne vernünftigen Grund nicht zulässig. Die Tötung eines Wirbeltieres ist nur unter Betäubung oder unter größtmöglicher Vermeidung von Schmerzen erlaubt.
Ein Wirbeltier töten darf nur, wer die dazu notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten hat. Dies gilt auch für das Schlachten von Tieren, wobei warmblütige Tiere vor Beginn des Blutentzuges betäubt werden müssen.
Wer im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit Einhufer, Wiederkäuer, Schweine, Kaninchen oder Geflügel schlachtet, benötigt eine Sachkundebescheinigung, die ihm vom Veterinäramt aufgrund seiner beruflichen Ausbildung oder einer Sachkundeprüfung ausgestellt wird. Weitere Auskünfte erteilt das Veterinäramt.
Schädlingsbekämpfung:
Die gewerbsmäßige Bekämpfung von Wirbeltieren als Schädlinge muss neuerdings vom Veterinäramt genehmigt werden. Die Erlaubnis kann nur erteilt werden, wenn der Verantwortliche die erforderlichen fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten hat, zuverlässig ist und die zur Verwendung vorgesehenen Vorrichtungen und Stoffe oder Zubereitungen für eine tierschutzgerechte Bekämpfung der betroffenen Wirbeltierarten nachweist. Dem Antrag sind die notwendigen Unterlagen sowie ein polizeiliches Führungszeugnis beizufügen.
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In letzter Zeit nehmen die Hinweise über Rattenbefall deutlich zu. Mit dieser Information wollen wir Ihnen daher etwas über die Lebensweise und mögliche Gefahren mitteilen. Was Sie über Ratten wissen sollten! Wir unterscheiden zwei Arten:
Die Wanderratte (Rattus norvegicus) und die Hausratte (Rattus rattus). Die Wanderratte hat inzwischen bei uns die Hausratte weitgehend verdrängt.
Der Begriff Wanderratte ist irreführend, denn die Tiere sind sehr standorttreu und besiedeln gern das Umfeld des Menschen. Sie können daher überall angetroffen werden. Sie lebt heute bevorzugt in den Abwasserkanälen in unseren Siedlungen, wo sie genügend Abfälle findet, die als Nahrungsgrundlage dienen. Die Wanderratte hat 2 - 4 Würfe mit ca. 8 Jungen im Jahr. Die Jungtiere sind bereits im 3. Lebensmonat fortpflanzungsfähig; das bedeutet, daß ein Rattenpaar theoretisch 1.000 Nachkommen pro Jahr haben kann. Die Wanderratte ist ein Allesfresser, ein großer Teil ihrer Nahrung ist tierischer Herkunft. Sie springt, schwimmt und taucht gut und kann daher nahezu überall eindringen. Ratten leben im Rudel und erkennen sich am Geruch. Ein Auftreten an freien, offenen Plätzen deutet auf einen sehr starken Befall hin. Ratten laufen meist an Wänden und Mauern entlang. Diese Wege werden immer wieder benutzt, was Sie sich bei der Bekämpfung zunutze machen können.
Welche Risiken gehen von Ratten aus?
Ratten sind Träger und Überträger von Krankheitserregern auf Menschen und Tiere. Auch als Vorratsschädlinge können sie großen Schaden anrichten. Außerdem verunreinigen sie mit Kot und Urin die Nahrungsmittel und machen sie dadurch ungenießbar. Bei den übertragbaren Krankheiten dominierte früher die gefürchtete Pest, die heute bei uns keine Bedeutung mehr hat. Dagegen kann der Erreger der Weil‘schen Krankheit über verunreinigte Lebensmittel beim Menschen Gelbsucht hervorrufen. Ratten können Salmonellen, z.B. Typhus und Paratyphus, übertragen und sind bei der Viehhaltung für die Weiterverbreitung der Trichinose mit verantwortlich.
Durch ihr WühI- und Nageverhalten können sie materielle Schäden an baulichen Einrichtungen und Leitungen hervorrufen.
Wie können Sie Rattenbefall vorbeugen?
Achten Sie in Ihrem Umfeld auf hygienische und saubere Verhältnisse. Lassen Sie keine Nahrungs- und Futtermittel offen auf Ihrem Grundstück stehen. Wenn Sie selbst kompostieren, gehören Küchenabfälle nicht auf, sondern in den Kompost. Sie sollten geschlossene Komposter bevorzugen, die zum Boden mit einem engmaschigen Metallgitter versehen sind. Die Entsorgung von Nahrungsmittelresten und -abfällen über die Kanalisation ist auch nach vorhergehender Zerkleinerung aufgrund der Abwassersatzungen nicht zulässig und würde das Nahrungsangebot für die Ratten in der ohnehin befallenen Kanalisation erweitern. Das Eindringen von Ratten in die Gebäude können Sie erschweren, indem Sie alle Öffnungen und Schlupflöcher verschließen. Achten Sie auch auf Abwasserschächte und Leitungen. Füttern Sie bitte keine Tauben, weil hierdurch Ratten angelockt werden.
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